Torres del Paine

Dieser Beitrag kommt so spät, weil es im Nationalpark absolut kein Handynetz gibt.

Tag 1

Morgens um 7.30 Uhr ging unser Bus. Nett, dass das Hostel erst um 7.00 Frühstück macht und man so gerade eben noch eine Tasse Kaffee schlürfen kann, bevor es losgeht. Der Sonnenaufgang am Berg half uns ein bisschen über die Tatsache hinweg, dass unser Atem im Bus kondensierte: 

 

Unsere Tour wird das W sein, laut Reiseführer die beliebteste. Machbar in 3-5 Tagen, da wir erfahrende Wanderer sind haben wir direkt auch nur 3 eingeplant…

Hier ist eine Karte des Ws: 

 

Ein Katamaran brachte uns zu unserem Ausgangspunkt am Paine Grande, dem linken unteren Punkt vom W.  

 Um überhaupt eine Chance zu haben das W zu schaffen, ließen wir den linken Schenkel aus, der uns zu einem Gletscher geführt hätte; da wir am Vortag erst den größten der Welt gesehen hatten, würde uns das natürlich nicht so beeindrucken. Wir machten uns also bei strahlendem Sonnenschein auf den 7,5km langen Marsch zur unteren Mitte des Ws:   

           

Gegen 17 Uhr kamen wir am Camp Italian an, schlugen unser Zelt auf und kochten die wahrscheinlich besten Tortellini der Welt. Campingplatz heißt hier übrigens wirklich nur Platz zum Campen, es gibt weder Wasser noch Strom.  

Socken geben einen super Topfhandschuh ab
  
Wildvögel benehmen sich wie Spatzen
  
Zähneputzen mit Flusswasser; Schmeckt übrigens super!
 

Tag 2

Am nächsten Tag nach einer durchfrorenden Nacht ließen wir unser Gepäck im Zelt und machten uns auf den 5,5km langen aber viel steileren Bergpfad zur oberen Mitte des Ws. Der Anblick der Berge ist einfach Wahnsinn: 

             

Am Nachmittag packten wir unsere Sachen und marschierten zum rechten unterem Punkt des Ws, Los Cuernos. Dieser Weg führte uns an wunderschönen Seen vorbei:

   

  

Am Abend eine Überraschung: Los Cuernos hat warme Duschen! <3

Tag 3

Am 3. Tag war unser Ziel Camping Las Torres, ein Campingplatz an der rechten oberen Spitze des Ws. Der Weg war ca. 15km, mit Gepäck schon ein echter Brocken. Dazu kam in den letzten zwei Kilometer aber nochmal eine Steigung von 200m auf 500m; Das gab uns dann den Rest. Mit Blasen und Krämpfen blieben wir zwei Kilometer davor auf einem anderem Campingplatz Chileno. Mein Wecker ist auf 5:45 Uhr gestellt, ich will versuchen morgen den Sonnenaufgang zwischen den Torres zu sehen!

   

 

      

Tag 4

Direkt morgens um 6 Uhr hab ich mich auf den Weg nach Torres del Paine gemacht. Mit einer provisorischen Taschenlampe, die eigentlich ein Handyakku ist, bin ich die vier sehr unwegsamen Kilometer zur Bergspitze gestiefelt. Der Pfad war der einzige der die Farbe „rot“ im Parkführer bekommen hat. Nach relativ anstrengenden 1 1/2 Stunden wurde ich vom atemberaubenden Anblick der glühenden Torres belohnt: 

       

Gegen 10.30 haben wir auf dem Weg zum Abholort des Busses gemacht, der uns zurück in die Stadt gebracht hat.

Zeit für mich, nach Hause zu fliegen!

Veröffentlicht von

Sören Müller

I'm a 27 years old software developer from Germany. I ♥ the things of the internet and the internet of things.

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